Am 21. Dezember fand im Deutschen Haus eine Weihnachtsfeier statt. Die Gäste kamen in einer gemütlichen, warmen Atmosphäre zusammen, um die festliche Stimmung zu genießen. Zum Programm gehörten Weihnachtsworkshops, in denen unter anderem Adventskränzen gebunden und süße Weihnachtssymbole hergestellt wurden.
Das Fest wurde von Arthur Schössler, dem Geschäftsführer des Deutschen Humanitären Hilfsfonds eröffnet:
„Weihnachten ist ein Familienfest. Es ist sehr symbolisch, dass wir heute hier alle zusammen als eine große Familie der deutschen Gemeinschaft zusammengekommen sind.“
Traditionsgemäß trat die Gesangsgruppe des Deutschen Hauses mit Weihnachtslieder auf und die letzte Adventskerze wurde entzündet. Im Adventskranz werden die Kerzen nacheinander an jedem Sonntag angezündet, beginnend mit der ersten: Am ersten Sonntag brennt die Prophezeiungskerze (Kerze der Hoffnung), am zweiten die zweite violette Kerze (Kerze des Glaubens / Bethlehem-Kerze), am dritten die rosa Kerze (Kerze der Freude / Hirtenkerze) und am letzten Sonntag die letzte violette Kerze (Kerze des Friedens / Engelskerze). Jede Kerze symbolisiert eine Etappe des Wartens auf Weihnachten, und am vierten Sonntag brennen alle vier Kerzen als Zeichen für das nahende Weihnachtsfest.

Für die jüngsten Gäste wurde ein Treffen mit dem Weihnachtsmann organisiert. Die Kinder trugen Gedichte auf Deutsch und Russisch vor und bekamen Geschenke.

Während sich die Kleinen über das Treffen freuten, bastelten Mütter und Großmütter Tannenbäume mit Süßigkeiten für die Kinder, und die andere Erwachsenen und Jugendlichen besuchten zwei weitere Workshops. Margarita Kopteva, die Leiterin der Begegnungsstätte Bischkek, und die Sprachassistentin Jana erzählten von der Bedeutung des Adventskranzes. Die Teilnehmer bastelten ihre eigenen Adventskränze, um sie als Erinnerung an diesen herzlichen Abend zu Hause aufzuhängen.
Der zweite Workshop widmete sich der Kochkunst: Die Gäste genossen das Backen von Weihnachtsbrot und das Braten von gewürzten Äpfeln. Jeder war herzlich eingeladen, die Verkostung zu genießen.

„Das Deutsche Haus ist ein Ort, an dem Traditionen wieder lebendig werden. Es ist hier immer heimelig, warm und gemütlich. Heute haben wir gebacken, uns unterhalten und Geschichten einander erzählt – und diese Veranstaltung erinnerte mich an die Abende, an denen meine Mutter, meine Großmutter und ich Weihnachten gefeiert haben: Glühwein gekocht und Lebkuchen backten. Ich spürte wieder diese Freude, den Zusammenhalt der Familie und den Zauber der Weihnachtszeit“, erzählte Teilnehmerin Lidija Vasilevna.
Die Koordinatorin für ethnokulturelle Arbeit, Natalja Dworjaninowa, betont, dass Weihnachten für alle Mitglieder der deutschen Gesellschaft ein besonderes Fest ist. Es ist ein weiterer Tag, an dem die ältere Generation und die Jugend zusammenkommen können, um Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und die Traditionen zu bewahren:
«Heute war unser neues Deutsches Haus erfüllt von Kinderlachen, Familiengeschichten und den herzlichsten Dialogen zwischen den verschiedenen Generationen der Deutschen in Kirgisistan und unseren Freunden. Wir schließen das „Jahr der Familie“ auf eine sehr symbolische Weise ab und laden alle, die sich für die deutsche Kultur interessieren, herzlich zu unseren Clubs und Veranstaltungen ein».
Weihnachten ist eine Zeit, in der Verwandte und Freunde zusammenkommen, in der die Wärme und das Kerzenlicht die Menschen vereinen und uns an die wahren Werte erinnern: Liebe, Fürsorge und Zusammenhalt. Möge jedes Zuhause mit Lachen, Frieden und Licht erfüllt sein und der Weihnachtsstern den Weg ins neue Jahr erleuchten und jeder Familie Hoffnung und Glück bringen.