2025 markiert für mich die Fortsetzung eines wichtigen Meilensteins: meine Tätigkeit als Koordinator für Jugendprojekte und Eliteförderung beim Volksrat der Deutschen in der Kirgisischen Republik. Diese Position ist für mich mehr als nur ein Job, sondern eine Gelegenheit, zur Entwicklung der Jugendgemeinschaft beizutragen, die Beziehungen zwischen den Generationen zu stärken und die Traditionen des deutschen Volkes in Kirgisistan zu pflegen/zu bewahren.
Was macht ein Koordinator?
Die Arbeit eines Koordinators umfassen weit mehr als nur administrative Aufgaben und Budgetverwaltung. Das Hauptziel besteht darin, junge Leute für Projekte, die ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen, zu begeistern, und Projekte so umzusetzen, dass sie zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Gemeinschaft werden.
Mein Tätigkeitsbereich umfasste folgende Schwerpunkte:
● Organisation und Koordinierung von Jugendprojekten und -initiativen auf internationaler und regionaler Ebene;
● Interaktion mit Jugendlichen, Unterstützung junger Führungskräfte und Betreuung von Freiwilligen;
● Planung und Durchführung von Veranstaltungen, die auf die Entwicklung von Fähigkeiten, sozialem Engagement und staatsbürgerlichem Bewusstsein abzielen;
● Förderung von Initiativen, die zur Stärkung der Gemeinschaft, zur Bewahrung der Sprache, der Geschichte und des kulturellen Gedächtnisses beitragen.

Jedes Projekt bietet Chancen zur Selbstentfaltung und unterstützt Jugendliche dabei, eigene Ideen umzusetzen. Es motiviert neue Teilnehmende zur gesellschaftlichen Mitwirkung und fördert die Entwicklung von Kultur-, Bildungs- und Sozialprogrammen. Darüber hinaus festigen die Projekte die Verbindungen zwischen regionalen Jugendgruppen. So werden Initiativen ins Leben gerufen, die über das Projektende hinaus Wirkung zeigen, sich als Tradition etablieren und Menschen verbinden.
Im Laufe meiner zehnjährigen Tätigkeit in der Organisation habe ich verschiedene Karrierestufen durchlaufen. Diese Erfahrung ermöglichte es mir, Projekte ganzheitlich zu betrachten – von der Idee bis zur Umsetzung. Ich lernte die Arbeitsabläufe und die damit verbundenen Herausforderungen kennen, erfuhr, wie man Zusammenarbeit fördert, ein Team aufbaut und die Nachhaltigkeit von Initiativen sicherstellt.
Wenn ich heute zurückblicke, wird mir klar: Jede Begegnung, jedes Bildungsseminar, jeder Erfahrungsaustausch und jedes gemeinsame Projekt sind nicht bloß Ereignisse. Sie sind die Bausteine, aus denen das Fundament der deutschen Gesellschaft aufgebaut wurde. Obwohl ich derzeit keine offizielle Position in den Strukturen des Deutschen Hauses innehabe, verabschiede ich mich nicht von ihm und bin jederzeit bereit, an gemeinsamen Projekten mitzuwirken.
Mein Dank gilt den Mitgliedern der Jugendclubs in allen Regionen des Landes, meinen Kollegen, Partnern und Mentoren. Ich wünsche allen, die der deutschen Gemeinschaft in Kirgisistan verbunden sind: Bleibt aktiv, zeigt Initiative, entwickelt eure Ideen weiter und unterstützt euch gegenseitig.
Solange die Energie der Jugend lebt und neue Projekte entstehen, wird das Programm zur Förderung der deutschenMinderheit in Kirgisistan noch viele Jahre bestehen.