Koordinatorin für ethnokulturelle Arbeit Natalia Dvoryaninova: beruflicher Werdegang und Prioritäten

Wie das Philosophiestudium für Natalia Dvoryaninova zu einem praktischen Arbeitsinstrument wurde und worin ihre berufliche Weiterentwicklung besteht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Seit bereits drei Jahren ist Natalia Dvoryaninova als Koordinatorin für ethnokulturelle Arbeit tätig. Ihr Hintergrund in Philosophie ermöglicht ihr eine neue Perspektive auf Kultur, Sinnfragen und die umgebende Realität. Philosophische Forschungsmethoden wendet sie auch in der Arbeit mit dem kulturellen Erbe der Wolgadeutschen an. Für sie ist die Kultur ihrer Vorfahren mehr als nur wissenschaftliche Artikel oder Analyseberichte. Kultur ist das, was die heutige Generation lebt – eine Generation, die oft kaum über den Weg nachdenkt, den ihre Vorfahren zurückgelegt haben. Natalia selbst sagt dazu: ‚Die Gedenkarbeit, die Bewahrung dieser Geschichte und dieser Erfahrung ist notwendig, damit unsere Kinder ihre Identität entfalten und ihren Platz im Leben finden und verstehen können, wer sie sind und woher sie kommen. Genau darin sehe ich meine Mission.‘

So verschmolzen die zwei Lebensbereiche von Natalja Dvoryaninova: Philosophie als gelebte Praxis und ethnokulturelle Arbeit. Diese bilden nun den Schwerpunkt ihrer beruflichen Weiterentwicklung und ihres persönlichen Interesses. Daraus ergab sich die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Dissertation an der Kirgisisch-Russischen Slawischen Universität zu promovieren. Natalia Dvoryaninova erforscht die Bewahrung der ethnokulturellen Identität der Deutschen in Kirgisistan und sucht nach neuen Formen ethnokultureller Arbeit. Durch diese Tätigkeit kann sie ihr berufliches Potenzial entfalten und gleichzeitig tiefe persönliche Verbindungen zur Geschichte ihrer Vorfahren knüpfen.

Natalia Dvoryaninova schätzt an ihrer Arbeit besonders Möglichkeit zur kontinuierlichen beruflichen Weiterentwicklung. Sie ist dem Deutschen Haus dankbar für die Einladung zur Teilnahme an Fortbildungsprojekten. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Kasachstan und Russland ermöglichte es ihr, wertvolle Erfahrungen bei der Umsetzung ethnokultureller und pädagogischer Projekte zu sammeln.

Natalia Dvoryaninova erinnert sich besonders gern an ihr Studium am Goethe-Institut in Bonn im Jahr 2024. Ebenso wertvoll fand sie auch die Teilnahme an den intensiven Weiterbildungskursen des Instituts für Ethnokulturelle Bildung in Moskau im Programm „Projektmanagement in soziokulturellen Aktivitäten“. Diese Weiterbildungsprogramme waren ein wichtiger Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung und ermöglichten es ihr, ihr Wissen zu vertiefen, ihre eigene Praxis zu reflektieren und internationale fachliche Vernetzung auszubauen.

 

In Zukunft hat Natalia vor, die kulturellen Werte und Traditionen ihrer Familie, ihre akademische Ausbildung im Bereich Philosophie und ihre Erfahrungen in ethnokulturellen Aktivitäten miteinander zu verbinden. Diese sind grundlegende Bestandteile ihres Lebens – privat, beruflich und kulturell. In dieser Verbindung sieht Natalia die Entfaltung ihres Potenzials. Ihre Arbeit zielt darauf ab, den kulturellen Code der Deutschen in Kirgisistan zu bewahren und weiterzugeben.

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