Die Deutschen der Region Tschui in Kirgisistan feierten den Johannistag außerhalb der Stadt: Sie banden Kränze, tanzten im Kreis und tanzten einfach viel. Traditionell sammelten die Russlanddeutschen an diesem Tag Heilkräuter, die über eine besondere Heilkraft verfügten: Kamille, Thymian, Beifuß, die zudem vor Hexen, schlechtem Wetter und Liebeselend schützten.Von Johanniskraut und Bärlapp, Sporn und Rosen, Kornblumen und Lilien, Eichenlaub, Klatschmohn, Beifuß und Farnkraut machte man Sträuße, hängten sie über die Tür und ans Fenster, banden Kränze, die das ganze Jahr im Raum hängen konnten. Man glaubte, sie schützen das Haus.

Bei den Deutschen Sibiriens gab es die Hauptblume, die am 24. Juni gesammelt wurde, die „Johanniskraut“ genannt wurde. Neben Johanniskraut wurden hier auch Heinwachtelweizen, Leberklette, Schafgarbe, Kamille, Wegerich gesammelt.
