Wie deutsche Jugendliche in den Medien präsent sind

Am 25. und 26. März nahm Tamara Horn an einer Fortbildung zur Medienkompetenz von IDEA Central Asia teil. An der Veranstaltung beteiligten sich Vertreter verschiedener Jugendorganisationen. Tamara vertrat dabei das Deutsche Haus und die deutsche Jugend Kirgisistans. In diesem Interview teilte sie ihre Eindrücke mit.

Erzählen Sie uns mehr über das Trainingsprogramm.

Das Programm war intensiv und dynamisch, mit einem starken Fokus auf die Praxis. Wir haben gelernt, über welche Fähigkeiten ein moderner Journalist verfügen muss, und die Probleme analysiert, mit denen Jugendliche im Medienraum konfrontiert sind. Zudem wurden die Ziele des Projekts besprochen, das mit Unterstützung der UNESCO umgesetzt wird. In nur zwei Tagen, von morgens bis abends, haben die Teilnehmer die Schulung absolviert und ihre eigene Community aufgebaut.

 

Wer waren die Referenten des Trainings und wessen Arbeit ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?

Das Training wurde von zwei Referenten geleitet — Nuraidai Erkin und Argen Baktybek uulu. Den Großteil dieser Schulung führte Argen Baktybek uulu durch. Er zeigte uns reale Beispiele für Informationsmanipulation in sozialen Medien. Mit seiner Hilfe haben wir gelernt, solche Beispiele selbst zu finden und zu erkennen.

Teilen Sie uns mit, wie man Fakten findet und sie von Manipulationen unterscheidet.

Wir haben die Unterschiede zwischen Falschmeldungen und verlässlichen Informationen ausführlich besprochen und uns mit Methoden der Faktenprüfung vertraut gemacht. Außerdem haben wir Situationen analysiert, in denen ein Thema berichtenswert ist, aber keine ausreichenden verifizierten Daten vorliegen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema „Informationsblase“. Oft glaubt man nur das, was der eigenen Meinung oder den eigenen Erwartungen entspricht, und verschließt dabei die Augen vor den Fakten. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, kritisches Denken zu entwickeln und Quellen zu überprüfen, bevor man Informationen vertraut und sie weiterverbreitet.

Wie genau lief die Schulung ab?

Der Großteil des Trainings fand in Gruppenarbeit statt. Wir haben Probleme der Medienkompetenz in sozialen Netzwerken analysiert und untersucht, wie dies in unserem Land und im Ausland geregelt ist. Die Arbeit in Gruppen half uns, Erfahrungen auszutauschen und schneller Lösungen zu finden.

Zum Abschluss der Schulung erstellten wir eigenes Videomaterial. Wir wurden in fünf Viererteams aufgeteilt. Mein Team recherchierte selbstständig, überprüfte die Fakten, schrieb ein Drehbuch und produzierte ein Video über die Auswirkungen von Smog auf die reproduktive Gesundheit. Die Referenten legten besonderen Wert auf die Faktenprüfung.

Was war Ihr persönliches Highlight während des Trainings?

Ein toller Bonus waren die Bücher zur Medienkompetenz. Sie sind in einem einzigartigen Stil mit Weltraum-Thematik gestaltet. Dieses Format macht komplexe Themen zugänglich und interessant. Zudem zeigt es, dass Lernen sowohl nützlich als auch spannend sein kann.

Was möchten Sie nach dieser Schulung der deutschen Jugend mitgeben?

Diese Fortbildung war für mich nicht nur eine Wissensquelle, sondern echte Inspiration für meine weitere Arbeit. In naher Zukunft plane ich, eine Veranstaltung für das Deutsche Haus zu organisieren, bei der ich die gewonnene Fähigkeiten weitergeben und mit unseren Jugendlichen über Medienkompetenz diskutieren kann. Vielleicht wird es ein Seminar oder ein informelles Treffen. Hauptsache ist, dass ich merke, dass Interesse an diesem Thema besteht und stetig wächst.

Was schätzen Sie an solchen Event am meisten?

Solche Initiativen tragen dazu bei, ein verantwortungsvolles Umgang mit Informationen zu fördern und einen Plattform für die Entwicklung von Jugendprojekten zu schaffen, die die Qualität des Medienumfelds um uns herum tatsächlich beeinflussen können.

Für mich war es besonders wertvoll, unter Vertretern anderer Organisationen zu sein, die sich gleichermaßen für die Förderung der Medienkompetenz und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Informationen einsetzen. Es ist eine große Ehre, das Deutsche Haus auf diesem Niveau zu vertreten – ein wichtiger Schritt für neue Initiativen und zukünftige Zusammenarbeit.

 

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